Therapie · Chirurgie

Operation der Schilddrüse

Eine Schilddrüsenoperation wird empfohlen, wenn ihr erwarteter Nutzen die Risiken überwiegt. Umfang und Vorgehen richten sich nach dem Befund.

Aufklärungsgespräch vor einer geplanten Schilddrüsenoperation

Typische Gründe für eine Operation

  • krebsverdächtiger oder nachgewiesen bösartiger Befund
  • große Knoten oder Struma mit Druck-, Schluck- oder Atembeschwerden
  • deutliches Wachstum oder anatomisch ungünstige Lage
  • bestimmte Formen der Überfunktion, besonders bei großen Knoten oder wenn andere Verfahren nicht passen
  • individuelle Entscheidung nach Abwägung gleichwertiger Möglichkeiten

Wie viel Schilddrüse wird entfernt?

Je nach Erkrankung kann ein Schilddrüsenlappen oder nahezu die gesamte Schilddrüse entfernt werden. Das Ziel ist, so viel Gewebe wie nötig und so wenig wie sinnvoll zu operieren. Bei malignen Erkrankungen gelten eigene, risikoadaptierte Behandlungskonzepte.

Erfahrung des Behandlungsteams

Schilddrüsenoperationen sollten in einem erfahrenen Zentrum erfolgen. Eine sorgfältige präoperative Diagnostik, der Schutz der Stimmbandnerven und die Beachtung der Nebenschilddrüsen sind zentrale Qualitätsmerkmale.

Mögliche Risiken

Zu den wichtigen spezifischen Risiken gehören eine vorübergehende oder selten bleibende Beeinträchtigung des Stimmbandnervs sowie eine Unterfunktion der Nebenschilddrüsen mit erniedrigtem Kalzium. Hinzu kommen allgemeine Operationsrisiken wie Nachblutung, Infektion oder Wundheilungsstörung. Das persönliche Risiko wird im Aufklärungsgespräch erläutert.

Nach der Operation

Nach einer vollständigen Entfernung ist Levothyroxin dauerhaft erforderlich; nach einer Teiloperation hängt dies von der verbleibenden Funktion ab. Kalzium und gegebenenfalls Parathormon werden kontrolliert. Der endgültige Gewebebefund entscheidet über mögliche weitere Schritte.

Quellen und weiterführende Informationen