Untersuchungen · Labor

Blutuntersuchung der Schilddrüse

Laborwerte zeigen vor allem, wie die Schilddrüse arbeitet. Sie ergänzen den Ultraschall, beantworten aber andere Fragen.

Blutproben zur Bestimmung der Schilddrüsenwerte

TSH: meist der erste Schritt

TSH wird in der Hirnanhangsdrüse gebildet und steuert die Schilddrüse. Bei den meisten Menschen ist es der empfindlichste erste Wert zur Beurteilung der Funktion. Ein auffälliger TSH-Wert wird abhängig von der Situation durch freies T4 und gegebenenfalls freies T3 ergänzt.

TSH

Steuerhormon und meist erster Suchtest.

Freies T4

Überwiegend von der Schilddrüse gebildetes Hormon.

Freies T3

Stärker wirksame Form, meist gezielt bestimmt.

Antikörper nur bei passender Fragestellung

TPO-Antikörper können eine autoimmune Schilddrüsenentzündung stützen. TSH-Rezeptor-Antikörper sind insbesondere bei Verdacht auf Morbus Basedow wichtig. Ein positiver Antikörperwert allein sagt jedoch nicht automatisch, dass eine behandlungsbedürftige Funktionsstörung besteht.

Laborwerte richtig lesen

Referenzbereiche unterscheiden sich nach Labor, Messmethode, Alter und Lebensphase. Schwangerschaft, akute Erkrankungen sowie Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel – beispielsweise Biotin – können Ergebnisse beeinflussen. Bitte Werte immer im medizinischen Zusammenhang beurteilen lassen.

Was Labor nicht zeigen kann

Normale Hormonwerte schließen Knoten oder strukturelle Veränderungen nicht aus. Umgekehrt kann ein unauffälliger Ultraschall eine Funktionsstörung nicht sicher ausschließen. Deshalb ergänzen sich Labor und Ultraschall.

Quellen und weiterführende Informationen