Individuell entscheiden

Therapie von Schilddrüsenerkrankungen

Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt nicht allein von der Diagnose ab. Entscheidend sind Beschwerden, Labor- und Ultraschallbefunde, Lebensphase, Begleiterkrankungen und Ihre persönlichen Wünsche.

Ärztliches Beratungsgespräch zu den Behandlungsmöglichkeiten einer Schilddrüsenerkrankung

Drei etablierte Behandlungswege

Je nach Erkrankung kommen Medikamente, eine Radiojodtherapie oder eine Operation infrage. Häufig ist zunächst eine medikamentöse Behandlung ausreichend. Bei anderen Befunden ist eine definitive Therapie sinnvoll, die krankhaft aktives oder verändertes Schilddrüsengewebe gezielt vermindert oder entfernt.

01

Medikamente

Schilddrüsenhormone ersetzen fehlende Hormone. Thyreostatika bremsen eine übermäßige Hormonproduktion.

Medikamente verstehen →

02

Radiojodtherapie

Radioaktives Jod wirkt gezielt in aktivem Schilddrüsengewebe und wird vor allem bei autonomen Knoten oder Morbus Basedow eingesetzt.

Radiojodtherapie einordnen →

03

Operation

Eine Operation kann bei verdächtigen oder großen Knoten, ausgeprägter Vergrößerung und bestimmten Überfunktionen angezeigt sein.

Operation kennenlernen →

Gemeinsam abwägen

Keine Therapieform ist für alle Menschen gleichermaßen richtig. Nutzen, Risiken, Alternativen und die Folgen für spätere Kontrollen werden vor einer Entscheidung verständlich besprochen.

Kontrollen gehören zur Therapie

Dosierungen und Kontrollabstände richten sich nach Erkrankung und Behandlungsphase. Nach Radiojodtherapie oder Operation kann sich eine Unterfunktion entwickeln; sie lässt sich in der Regel zuverlässig mit Levothyroxin behandeln. Medikamente sollten nie eigenständig begonnen, verändert oder abgesetzt werden.

Quellen und weiterführende Informationen