Grundlagen · Jod
Jod – wichtig, aber richtig dosiert
Jod ist ein lebensnotwendiger Bestandteil der Schilddrüsenhormone. Der Körper kann es nicht selbst bilden und muss es regelmäßig über Lebensmittel aufnehmen.

Aktuelle Referenzwerte
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat ihre Referenzwerte 2025 aktualisiert. Ab 13 Jahren werden 150 µg Jod täglich empfohlen. In Schwangerschaft und Stillzeit steigt die empfohlene Gesamtzufuhr.
| Lebensphase | Empfohlene Zufuhr pro Tag |
|---|---|
| Jugendliche ab 13 Jahren und Erwachsene | 150 µg |
| Schwangerschaft | 220 µg |
| Stillzeit | 230 µg |
Gute Jodquellen
- jodiertes Speisesalz – sparsam im Haushalt verwenden
- Lebensmittel, die mit jodiertem Salz hergestellt wurden
- Seefisch sowie Milch und Milchprodukte
- bei pflanzlicher Ernährung gezielt auf eine verlässliche Versorgung achten
Schwangerschaft und Stillzeit
Zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung mit jodiertem Speisesalz empfiehlt die DGE in der Schwangerschaft 100 bis 150 µg Jod täglich als Supplement, in der Stillzeit 100 µg. Bei einer Schilddrüsenerkrankung sollte die Einnahme vorher ärztlich abgestimmt werden.
Vorsicht mit hoch dosiertem Jod
Mehr ist nicht automatisch besser. Hoch dosierte Präparate, Algenprodukte mit stark schwankendem Jodgehalt und Lugolsche Lösung sind nicht zur eigenständigen Verbesserung der Jodversorgung geeignet. Besonders bei bestehenden oder vermuteten Schilddrüsenerkrankungen ist eine ärztliche Rücksprache sinnvoll.
Jod bei Hashimoto oder Morbus Basedow
Normale Jodmengen aus einer ausgewogenen Ernährung sind von hoch dosierten Präparaten zu unterscheiden. Ob eine zusätzliche Einnahme sinnvoll ist, hängt von Erkrankung, Lebensphase, Ernährung und Behandlung ab und sollte individuell entschieden werden.
