Untersuchungen · Nuklearmedizin

Szintigrafie der Schilddrüse

Die Szintigrafie zeigt nicht nur die Form, sondern vor allem die Aktivitätsverteilung des Schilddrüsengewebes. Sie ergänzt Labor und Ultraschall bei ausgewählten Fragestellungen.

Schilddrüsenszintigrafie mit einer Gammakamera

Wann kann sie sinnvoll sein?

Typische Fragestellungen sind ein erniedrigter TSH-Wert, der Verdacht auf funktionell autonomes Gewebe oder die funktionelle Einordnung von Schilddrüsenknoten. Ob eine Szintigrafie notwendig ist, wird anhand von Labor, Ultraschall und individueller Situation entschieden.

„Heiß“ und „kalt“ – was bedeutet das?

Mehrspeichernd

Ein „heißer“ Knoten nimmt mehr Radiopharmakon auf und produziert häufig unabhängig vom normalen Regelkreis Hormone.

Minderspeichernd

Ein „kalter“ Knoten nimmt weniger auf. Das ist keine Krebsdiagnose; die weitere Einordnung erfolgt vor allem anhand des Ultraschalls.

Ablauf und Strahlenexposition

Eine geringe Menge eines schwach radioaktiven Untersuchungsstoffes wird verabreicht. Nach einer Wartezeit zeichnet eine Gammakamera die Verteilung in der Schilddrüse auf. Die Strahlenexposition ist gering, dennoch muss die Indikation sorgfältig gestellt werden.

Vorher unbedingt angeben

Schwangerschaft oder Stillzeit, kürzlich verabreichtes jodhaltiges Kontrastmittel, jodhaltige Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel sowie Ihre Schilddrüsenmedikation. Diese Faktoren können Untersuchung und Terminplanung beeinflussen.

Bei Schwangerschaft wird eine Schilddrüsenszintigrafie grundsätzlich vermieden. In der Stillzeit sind besondere Maßnahmen erforderlich; diese werden durch die nuklearmedizinische Praxis festgelegt.

Quellen und weiterführende Informationen