Erkrankungen verständlich erklärt

Schilddrüsenerkrankungen im Überblick

Schilddrüsenerkrankungen können die Hormonproduktion, das Gewebe oder beides verändern. Beschwerden überschneiden sich häufig – eine verlässliche Einordnung entsteht deshalb erst aus Gespräch, Labor und Ultraschall.

Übersicht zu Hashimoto, Morbus Basedow, Funktionsstörungen und Schilddrüsenknoten

Vier häufige Themenfelder

Die folgenden Seiten erklären Ursachen, typische Befunde, Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten. Sie helfen bei der Orientierung, ersetzen jedoch keine persönliche medizinische Untersuchung.

01 · Autoimmun

Hashimoto-Thyreoiditis

Das Immunsystem richtet sich gegen Schilddrüsengewebe. Im Verlauf kann die Hormonproduktion abnehmen; Antikörper allein bedeuten jedoch nicht automatisch eine behandlungsbedürftige Unterfunktion.

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02 · Autoimmun

Morbus Basedow

TSH-Rezeptor-Antikörper regen die Schilddrüse an und verursachen meist eine Überfunktion. Bei einem Teil der Betroffenen sind zusätzlich die Augen beteiligt.

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03 · Funktion

Unter- und Überfunktion

Bei einer Unterfunktion stehen zu wenig, bei einer Überfunktion zu viele Schilddrüsenhormone zur Verfügung. Unterschiedliche Erkrankungen können dahinterstehen.

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04 · Struktur

Schilddrüsenknoten

Knoten sind häufig und überwiegend gutartig. Ultraschallmerkmale, Größe, Funktion, Wachstum und persönliche Risiken bestimmen, ob weitere Untersuchungen sinnvoll sind.

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Beschwerden sind selten eindeutig

Müdigkeit, Gewichtsveränderungen, Herzklopfen, Konzentrationsprobleme oder innere Unruhe können bei Schilddrüsenerkrankungen auftreten, haben aber viele mögliche Ursachen. Eine Diagnose sollte daher nicht allein aus einer Symptomliste oder einzelnen Laborwerten abgeleitet werden.

Wie wird die Ursache geklärt?

  1. Gespräch: Beschwerden, Verlauf, Medikamente, Vorerkrankungen und familiäre Belastung.
  2. Labor: meist zunächst TSH, abhängig von der Fragestellung ergänzt durch freie Hormone und Antikörper.
  3. Ultraschall: Größe, Gewebestruktur, Durchblutung und Knoten werden ohne Strahlenbelastung beurteilt.
  4. Gezielte Zusatzdiagnostik: beispielsweise Szintigrafie oder Punktion nur bei entsprechender Indikation.

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Quellen und weiterführende Informationen